Knochenmarkentnahme

Im Rahmen einer Knochenmarkentnahme wird Ihnen unter Vollnarkose ein Knochenmark-Blutgemisch aus dem Beckenkamm entnommen.

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Im Rahmen einer Knochenmarkentnahme wird Ihnen unter Vollnarkose ein Knochenmark-Blutgemisch aus dem Beckenkamm entnommen. Dieses Verfahren wird bei etwa  20% der Spenden angewendet.

Für die Knochenmarkentnahme werden Sie am Vortag in die Klinik aufgenommen. Es finden nochmals ein Begrüßungsgespräch, eine körperliche Untersuchung sowie eine Blutabnahme statt. Die Knochenmarkspende wird am Folgetag morgens durchgeführt. In Vollnarkose werden Sie auf den Bauch gedreht und zwei Ärzte punktieren rechts und links den Beckenkamm (die Entnahmestellen können Sie selbst auch gut bei sich fühlen. Wird der Beckenkamm nach hinten abgetastet, so trifft man rechts und links von der Wirbelsäule auf zwei kleine knöcherne Höckerchen.) Für die Entnahme genügen in der Regel zwei kleine Hautschnitte (ca. 0,5 cm) sowie mehrere Einstiche in den Beckenknochen. Mit einer stabilen Hohlnadel wird der Knochen punktiert, anschließend wird auf die Nadel eine Spritze aufgesetzt und Ihnen das Knochenmark-Blutgemisch entnommen. Die genaue Entnahmemenge wird durch die für den Patienten angeforderte Zellzahl bestimmt, wobei die Obergrenze durch das Spendergewicht bestimmt ist. Eine maximale Entnahmemenge von 1,5 l wird grundsätzlich nicht überschritten. Das entnommene Knochenmark entspricht ca. 5% des Gesamtknochenmarkes. Diese entnommenen Zellen bilden sich innerhalb von zwei bis vier Wochen wieder nach.

Schaubild Knochenmarkentnahme

Nach etwa einer Stunde kommen Sie wieder zurück ins Aufwachzimmer. Hier liegen Sie nun auf dem Rücken. Um zu gewährleisten, dass die Punktionsstellen weiter gut abgedrückt werden, wird Ihnen unter den frisch punktierten Stellen jeweils ein Sandsäckchen untergeschoben. Im Laufe des Tages können Sie aufstehen. Zur Beobachtung bleiben Sie anschließend noch eine Nacht in der Klinik. Insgesamt sind Sie so rund 48 Stunden in der Klinik.

Nach der Entnahme werden die Beschwerden an den Entnahmestellen oftmals mit einem Muskelkater oder einer Prellung im unteren Rückenbereich verglichen, die bis zu 7 Tage anhalten können.

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