Periphere Stammzellentnahme

In ca. 80% der Spenden erfolgt die Entnahme der Stammzellen mittels einer so genannten peripheren Stammzellapherese.

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In ca. 80% der Spenden erfolgt die Entnahme der Stammzellen mittels einer sogenannten peripheren Stammzellapherese.

Vorbereitung zur Spende

Stammzellen befinden sich im Knochenmark. Damit im peripheren Blut auch genügend Stammzellen vorhanden sind, müssen diese im Vorfeld der Spende mobilisiert, also ins Blut ausgeschwemmt werden. Hierzu spritzen Sie sich in der Regel selbst oder durch eine medizinische Fachkraft über vier Tage jeweils morgens und abends ein sogenanntes Zytokin unter die Haut. Zytokine sind natürlich im Körper vorkommende Botenstoffe. Das hormonähnliche Präparat G-CSF (Abkürzung für Granulozyten-Kolonie-stimulierender Faktor) beeinflusst die Blutbildung und wird vom Körper bei Infektionen verstärkt produziert. Hierbei wird vor allem eine Untergruppe der weißen Blutkörperchen (Leukozyten), die Granulozyten und deren Vorläuferzellen beeinflusst. G-CSF bewirkt, dass die im Knochenmark vorkommenden Stammzellen in den Blutkreislauf ausgeschwemmt werden.
Während der Mobilisierung können als mögliche Nebenwirkungen grippeähnliche Symptome, d.h. vor allem Knochen- und Gliederschmerzen auftreten, die mit einem leichten Schmerzmittel (Paracetamol) behandelt werden können. Die ausgeschwemmten und später entnommenen Stammzellen bilden sich innerhalb weniger Wochen nach. 

Die Spende

Nach dem Eintreffen in Cellex Collection Center erfolgt ein kurzer Gesundheitscheck. Die Spende wird mittels einer Apheresemaschine durchgeführt. Sie trennt durch Zentrifugalkraft das Blut in die einzelnen Bestandteile auf und macht es möglich, die entsprechenden Zellen aus dem Blut zu sammeln. Sie werden an das Gerät angeschlossen, in dem an beiden Armen ein venöser Zugang gelegt wird. Diese Zugänge werden über ein steriles Einmal-System mit der Apheresemaschine verbunden. Das Blut verlässt nun auf der einen Seite den Körper, fließt durch die Maschine und wird dem Körper auf der anderen Seite über den zweiten Zugang wieder zugeführt. Ein kleiner Teil des Blutes, die für den Patienten wichtigen Stammzellen, wird abgesammelt. Damit das Blut im Verlauf des Verfahrens nicht gerinnt, muss ein Gerinnungshemmer eingesetzt werden. Wir verwenden vor allem einen Gerinnungshemmer, der der Zitronensäure ähnlich ist und vom Körper sehr schnell wieder abgebaut wird. Kurzzeitig kann dieser Stoff Symptome wie Kribbeln im Mund- und Lippenbereich oder beispielsweise in den Fingern verursachen. Durch Kalziumgaben können diese Beschwerden rasch behoben werden.

 

Schaubild Apherese

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