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FAQ

Hier finden Sie häufig gestellte Fragen und Antworten rund um das Thema Zellspende.

Fragen rund um die Lymphozytenspende

Was sind Lymphozyten?

Lymphozyten gehören als zelluläre Bestandteile des Blutes zu den Leukozyten (weiße Blutkörperchen) und umfassen B-Zellen, T-Zellen und natürliche Killerzellen. Als Teil des adaptiven Immunsystems ist ihre Hauptaufgabe die gezielte Immunabwehr. Die Killerzellen erkennen und zerstören infizierte Zellen oder Tumorzellen. Die B-Zellen produzieren Abwehrstoffe, die sogenannten Antikörper. Diese richten sich jeweils spezifisch gegen ein als körperfremd erkanntes Antigen. Die T-Zellen erkennen Antigene, also körperfremde Strukturen, wenn sie von körpereigenen Zellen auf ihrer Oberfläche präsentiert werden. Sie sorgen dann dafür, dass die entsprechenden kranken oder veränderten Zellen entfernt werden. In der Regel bestehen etwa 25 – 40% der Leukozyten des peripheren (des in der Blutbahn befindlichen) Blutes aus Lymphozyten.

Was passiert mit meinen Zellen?

Die gespendeten Lymphozyten, werden nach der Spende kontrolliert und gezählt. Der Beutel mit den Lymphozyten (dann auch „Zell-Produkt“ genannt) wird etikettiert, verpackt und einem Kurier übergeben, der alle Daten wie Spendernummer, Empfänger und Datum der Entnahme kontrolliert. Danach legt der Kurier den Produktbeutel in seine Transportbox, in der die Zellen ständig gekühlt zum Empfänger transportiert werden. Am Bestimmungsort angekommen, werden die Zellen dem Forschungslabor übergeben und für die Versuchsreihen vorbereitet.

Wie lange dauert die Spende?

Die Spende dauert etwa 3 - 4 Stunden. Je nach Durchlaufgeschwindigkeit des Blutes im Zellseparator (diese ist abhängig von z.B. Blutdruck und vorheriger Flüssigkeitszufuhr) kann die Dauer der Spenden variieren. Es muss ein bestimmtes Blutvolumen prozessiert werden, um die erforderlichen Zellzahlen zu erreichen.

Wie viel Zell-Blutgemisch wird mir entnommen?

Etwa 50 - 200 ml Blut werden dem Körper durch die Spende entnommen. Zusätzlich wird Ihnen eine Blutprobe abgenommen, um die sogenannten Infektionsmarker zu bestimmen. Dies dient unter anderem der Sicherheit des Laborpersonals. Falls bei den Ergebnissen Unregelmäßigkeiten entdeckt werden sollten, werden Sie umgehend darüber informiert. Das Ergebnis können Sie frühestens am Tag nach der Spende erfragen.

 

Welche Nebenwirkungen können auftreten?

  • Da Ihrem Blut während der Entnahme ein Gerinnungshemmer zugesetzt wird, der Calcium bindet, können Symptome von Calciummangel auftreten, z.B. Kribbeln in den Fingerspitzen oder um die Mundpartie. Diese Nebenwirkungen werden bei Bedarf jedoch sofort durch die Verabreichung von Calcium behoben. 
  • Nach der Spende kann eine gewisse körperliche Erschöpfung auftreten. Wir raten Ihnen daher, für den gleichen Tag keine körperlich anstrengenden Aktivitäten zu planen. Arbeitsunfähig sind Sie in der Regel nicht. 
  • Generell können Schwindelgefühle, Übelkeit, Ohnmacht und Hyperventilation wie bei jeder Blutentnahme auftreten, wenn eine entsprechende Veranlagung beim Spender besteht. Durch die Punktion der Venen können Blutergüsse an den Einstichstellen auftreten. Eine Verletzung von anderen Gefäßen oder Nerven sind sehr selten.

 

Darf ich nach der Zellspende Autofahren?

Wir empfehlen unseren Spendern generell, nicht selbst zu fahren; durch die Spende verursachte Müdigkeit und Erschöpfung könnte Ihre Fahrfähigkeit einschränken. Sollten Sie sich dennoch hinters Steuer setzen, geschieht dies auf Ihr eigenes Risiko.

 

Tut das Setzen der Zugänge weh?

Da es sich um relativ große, stabile Nadeln (ca. 1,5 mm im Durchmesser) handelt, können trotz der langjährigen Erfahrung der Schwestern und Ärzte bei der Punktion Schmerzen auftreten. Im Verlauf der Spende können Sie die Zugänge weiterhin spüren, in der Regel schmerzen diese jedoch nicht.

 

Wie oft kann ich spenden?

Da wir die Gesundheit unserer Spenderinnen und Spender schützen möchten, dürfen Sie alle 3 Monate Lymphozyten spenden.

 

Welche Aufnahmebedingungen gibt es bei CellRegistry?

  • Spender müssen mindestens 18 Jahre und höchstens 60 Jahre alt sein (gemäß den deutschen Blutspenderichtlinien). 
  • Außerdem achten wir auf ein Mindestgewicht von 50 kg.
  • Die Spender sollten gesund und fit sein und keine Angst vor Blut und Nadeln haben. 
  • Idealerweise sollten Sie vormittags verfügbar und telefonisch erreichbar sein.

 

Welche Ausschlusskriterien gibt es?

  • Es dürfen keine Vorerkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, des Nervensystems, des Blutes oder der Organe bestehen. 
  • Während einer Schwangerschaft darf keine Spende erfolgen. 
  • Drogen-, Medikamenten- und Alkoholabhängigkeit schließen ebenfalls von der Spende aus.
  • Ein Körpergewicht unter 50 kg ist auch ein Ausschlusskriterium, ebenso wie ein BMI über 30.
  • Bei anderen Erkrankungen entscheiden unsere Ärzte, ob Sie aufgenommen werden dürfen. Wenn Sie sich unsicher sind, können Sie uns gerne kontaktieren.

 

Wann kann ich nach einer Zellspende wieder Blut/Plasma spenden?

Wir empfehlen, nach der Lymphozytenspende mindestens 4 Wochen bis zur nächsten Blut- oder Plasmaspende zu warten. Informieren Sie Ihren Blutspendedienst darüber, dass Sie Lymphozyten gespendet haben, denn die Entscheidung, ab wann Sie wieder Blut spenden dürfen, trifft der Blutspendedienst.

 

Darf ich als DKMS-Spender auch Lymphozyten spenden?

  • Wenn Sie als Stammzellspender bei der DKMS oder einer anderen Spenderdatei registriert sind, aber noch nicht zu einer Bestätigungstypisierung aufgefordert wurden, können Sie Lymphozyten bei uns spenden. 
  • Sind Sie bereits bei CellRegistry registriert und werden dann von der DKMS oder einer anderen Spenderdatei zur Bestätigungstypisierung aufgerufen, informieren Sie uns bitte schnellstmöglich, damit wir Sie für die nächste Zeit sperren können. Ihre Verfügbarkeit für die DKMS oder eine andere Spenderdatei hat immer Vorrang und darf von einer Lymphozytenspende nicht beeinträchtigt werden. 
  • Sind Sie bereits zur Bestätigungstypisierung aufgefordert worden und als passender Spender für einen Patienten in der engeren Wahl oder bereits in der Spendenplanung, sehen Sie bitte von einer Registrierung als Lymphozytenspender ab. Ihre Verfügbarkeit für die DKMS oder eine andere Spenderdatei hat immer Vorrang und darf von einer Lymphozytenspende nicht beeinträchtigt werden. 
  • Haben Sie vor kurzem Stammzellen gespendet, sehen Sie zu diesem Zeitpunkt bitte von einer Registrierung als Lymphozytenspender ab. Sie sind nach Ihrer Stammzellspende zwei Jahre für „Ihren“ Patienten reserviert, und so lange hat Ihre Verfügbarkeit für diesen Patienten Vorrang. Nach Ablauf Ihrer Reservierungsfrist können Sie sich gern wieder bei uns melden.

Kann ich eine zugesagte Spende absagen?

Natürlich können Sie eine geplante Spende absagen, falls Ihnen etwas dazwischenkommt oder Sie aus persönlichen Gründen doch nicht spenden wollen. Wir bitten Sie aber, uns in diesem Falle rechtzeitig zu informieren, damit wir einen Ersatzspender einplanen können. Nicht-Erscheinen zur Spende ohne vorherige Mitteilung führt automatisch zum Ausschluss aus der Datei.

 

Kann ich aus CellRegistry austreten?

Sie können jederzeit aus der Spenderdatei „CellRegistry“ austreten. Dazu benötigen wir eine formlose schriftliche Austrittserklärung. Wir freuen uns, wenn Sie uns den Grund Ihres Austrittes nennen, diese Angabe ist jedoch freiwillig. Nach der Bestätigung Ihres Austrittes werden wir Sie nicht mehr kontaktieren, Ihre Daten werden vorschriftsmäßig bei uns archiviert und nicht an Dritte weitergegeben.

 

Kann ich auch nachmittags/abends/am Wochenende spenden?

Nein, leider ist dies aus organisatorischen Gründen nicht möglich. Unsere Lymphozytenspenden finden während des normalen Betriebs im Cellex Collection Center statt. Unsere Termine sind in der Regel um 8 Uhr morgens. Nur in Ausnahmefällen werden Spenden verschoben, wenn es die Arbeitsabläufe in der Entnahmeklinik erforderlich machen. Abends und am Wochenende sind unsere Entnahmekliniken leider geschlossen.

 

Bin ich nach der Spende anfälliger für Krankheiten?

Grundsätzlich werden nicht so viele Lymphozyten entnommen, dass Ihre Immunabwehr dadurch beeinträchtigt wird. Völlig ausschließen lässt sich ein erhöhtes Erkrankungsrisiko jedoch nicht, da hier viele verschiedene Faktoren zusammenspielen, die nicht mit der Lymphozytenspende in Zusammenhang stehen.

 

Ich habe keinen deutschen Ausweis. Darf ich trotzdem spenden?

Ja. Sie dürfen auch bei uns Lymphozyten spenden, wenn Sie keine deutsche Staatsbürgerschaft besitzen. Sie sollten jedoch einen ständigen Wohnsitz in Deutschland haben, da wir keine Anreisekosten übernehmen können. Außerdem müssen Sie in der Lage sein, unsere deutschen oder englischen Dokumente zu verstehen.

 

Webseite

CELLEX 2018!

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