BDZV verleiht Bürgerpreis der deutschen Zeitungen an Elisabeth Ehninger

Elisabeth Ehninger, die Gründerin des Vereins Dresden – Place to be! und Stiftungsratsmitglied der Cellex Stiftung, ist am Donnerstag, den 18. Februar 2016 mit dem Bürgerpreis der deutschen Zeitungen (BDZV) ausgezeichnet worden. Sie wurde damit für ihr Engagement für Flüchtlinge und die Stärkung einer Willkommenskultur in Dresden geehrt.

Der Bundesminister des Innern, Dr. Thomas de Maizière, würdigte die Preisträgerin vor gut 200 geladenen Gästen aus Politik und Medien in Berlin als eine Persönlichkeit, die früh erkannt hat, dass persönliche Kontakte zwischen Einheimischen und Zuwanderern hier wie dort Unschätzbares leisten können: „Das Beispiel von Frau Ehninger zeigt, dass wir nicht nur anonym und im Privaten, sondern ganz offen und selbstbewusst gegen Hass und Fremdenfeindlichkeit aufstehen müssen. Sie, Frau Ehninger, haben ein Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit und für Weltoffenheit gesetzt, ohne die Größe der Herausforderung zu verkennen, vor der wir stehen. Sie haben einen Beitrag dazu geleistet, dass die Menschen, wenn sie nach Dresden schauen, nicht nur Pegida sehen“, so de Maizière.

Ehninger sagte bei der Verleihung: „Den Bürgerpreis nehme ich stellvertretend für viele andere Menschen entgegen. Denn eins ist klar: Der Preis gehört allen, die mitgeholfen haben“,. Ihr Verein Dresden – Place to be! sei bei seiner Gründung 2014 „klein und fein“ gedacht gewesen und durch die aktuelle Flüchtlingsproblematik rasant zu einer Bürgerbewegung gewachsen.

Der BDZV verleiht den Bürgerpreis seit 2010 für "herausragendes bürgerschaftliches Engagement". Er ist mit 20.000 Euro dotiert. Als "Bürger des Jahres" werden Personen ausgezeichnet, die Herausragendes für die Gesellschaft leisten. Im vorigen Jahr wurde Rupert Neudeck ausgezeichnet, der Gründer der Hilfsorganisation Cap Anamur/Deutsche Notärzte e.V.

Vereinsgründerin E. Ehninger, Bundesinnenminister T. de Maiziere, Präsident des BDZV H. Heinen bei der Überreichung des mit 20.000 € dotierten Bürgerpreises