Dresden.Respekt

Foto: Daniel Koch

Mit den lautstarken Attacken gegen Menschen des öffentlichen Lebens am Tag der Deutschen Einheit in Dresden erreichte der Affront gegen die Regeln des Zusammenlebens eine neue Dimension. Dresden und Sachsen wurden durch die Beschimpfungen weniger Populisten wieder einmal beschädigt und mit Füßen getreten. Der Ruf der Stadt, der Ruf des Landes Sachsen leidet beständig unter der Aggressivität, die sich auf der Straße und in den sozialen Netzwerken ausbreitet. „Wann gab es das zuletzt, dass ein Gottesdienst mit Hass und Trillerpfeifen gestört wurde? Wann wurden zuletzt Gottesdienstbesucher beschimpft und angeschrien? Wann zuletzt wurden dunkelhäutige Gottesdienstbesucher auf das Schlimmste beleidigt?“, schrieb Professor Gerhard Ehninger, der die üblen Beschimpfungen vor der Frauenkirche miterlebt hatte.

Nach diesen Geschehnissen am Tag der Deutschen Einheit rief er gemeinsam mit der Cellex Stiftung und dem Verein Dresden – Place to be! Vertreter/-innen bürgerlicher Initiativen sowie aus Wissenschaft, Politik, Kultur und Wirtschaft zusammen und formulierte mit ihnen den Aufruf „Was uns eint“, der sich auf die gemeinsamen Werte besinnt. „Wir leben in einer Demokratie, die selbstverständlich ganz unterschiedliche politische Meinungen zulässt. Uns geht es mit diesem Aufruf aber gerade nicht darum, zum wiederholten Male von unseren Unterschieden zu sprechen. Wir wollen endlich einmal zusammenstehen gegen Intoleranz und Respektlosigkeit gegenüber anderen Menschen.“ „Gleichzeitig wollen wir mit diesem Aufruf auch das wichtige Zeichen nach außen setzen, dass in Dresden Freiheit und Demokratie von der Mehrheit der Gesellschaft anerkannt und Toleranz und Respekt gelebt werden“, so erklärt Staatsministerin Dr. Eva-Maria Stange die Idee des Aufrufs weiter.

Auf www.dresdenrespekt.de können Sie den Aufruf lesen und unterzeichnen. Dort finden Sie auch die Unterstützerinnen und Unterstützer sowie Hinweise auf Veranstaltungen des Bündnisses Dresden.Respekt.